Ich bin im wunderschönen Kanton Wallis geboren, im Herzen einer Region, in der man ganz natürlich zwischen zwei Kulturen aufwächst. Ich wurde auf Deutsch und Französisch unterrichtet, und diese Zweisprachigkeit hat mein Denken und Arbeiten tief geprägt. Die Finanzwelt hat mich schon sehr früh fasziniert. Diese Neugier führte mich nach England, Frankreich und in die USA, wo ich für eine Schweizer Grossbank tätig war.
Nach zwanzig Jahren im Bankwesen spürte ich das Bedürfnis, meine eigenen Wege zu gehen. 1988 gründete ich meine eigene Firma in Zürich. Das war ein entscheidender Wendepunkt: Der Schritt aus den geordneten Strukturen einer Grossbank in die völlige Unabhängigkeit erfordert Mut, aber auch eine klare Vision. Dieser Schritt ermöglichte es mir, meine beruflichen und menschlichen Überzeugungen in die Tat umzusetzen.
Dem VSV trat ich 1993 als Mitglied bei und lernte sehr schnell eine Gemeinschaft kennen, die sich mit grosser Leidenschaft für die Qualität ihrer Arbeit einsetzte. Ich habe mich rasch engagiert, wurde Vorstandsmitglied und erhielt schliesslich die Gelegenheit, für das Präsidium zu kandidieren. Von Anfang an hatte ich eine klare Vision vor Augen: Ich wollte unserem Berufsstand einen soliden, glaubwürdigen und anerkannten Rahmen geben. Mir war damals noch nicht bewusst, dass dies den Status als SRO voraussetzen würde, doch im Laufe der Zeit erwies sich dies als der einzig konsequente Weg, um diese Ambition zu verwirklichen. Meine Wahl war für mich eine Ehre, bedeutete aber auch eine grosse Verantwortung: Es galt, die Arbeit meiner Vorgänger fortzuführen und dem Verband gleichzeitig neue Impulse zu verleihen.